
Kreuzjass, Krüzjass
Was ist der Kreuzjass?
Der Kreuzjass zählt zu den beliebtesten Jassspielvarianten im Alpenraum und wird in zwei Zwei-Teams gespielt.
Das Spiel
Der Kreuzjass wird von vier Spielern gespielt, wobei sich jeweils zwei Spieler zu einem Team zusammenschließen. Diese Teammitglieder sitzen sich überkreuzt gegenüber, was dem Spiel seinen Namen gibt. Dadurch wechselt in jeder Runde die Reihenfolge zwischen Teammitgliedern und Gegnern.
Beim Kreuzjassen geht es darum, als Zweierteam die meisten Stiche zu haben wobei auch der Trumpf beachtet werden muss. Damit die Trumpfansage möglichst fair abläuft, darf der Mitspieler aus dem Team die Karten bis zur Entscheidung nicht sehen. Hebt er sie hoch, gibt es 20 Punkte für das gegnerische Team
Teambildung
Natürlich können die Spieler frei entscheiden, mit wem sie im Team spielen möchten. Die korrekte Teamverteilung erfolgt jedoch durch das sichtbare Austeilen der Karten: Die beiden Spieler, die als Erste eine Sau (Ass) erhalten, bilden automatisch ein Team.
Klopfen oder Abheben
In der Jasskultur ist es Tradition, dass der Spieler links vom Kartengeber entscheidet, ob er auf den gemischelten Kartenstapel klopft oder einige Karten abhebt. Klopft er mit der Faust, muss der Geber jedem Spieler alle 9 Karten auf einmal austeilen. Hebt er jedoch Karten ab, gibt der Geber die Karten in drei Runden à drei Karten aus. Dies stellt sicher, dass der Geber keine Tricks anwenden kann..
Erste Spielrunde
Nach dem Austeilen der Karten, aber noch vor dem Start des Spiels (vor dem Auswerfen der ersten eigenen Karte), ist der richtige Moment zum Weisen. Verpasst man dieses kurze Zeitfenster, können wertvolle Punkte verloren gehen.
Der Spieler, der das Weli (den Sechser von Schelle) auf der Hand hat, eröffnet das Spiel und bestimmt die Trumpffarbe für die erste Runde. In der ersten Runde ist es nicht erlaubt, die Trumpfansage an den Mitspieler weiterzugeben (zu schieben), und es dürfen weder Bock, Gaiß noch Slalom angesagt werden.
Alle weiteren Spielrunde und Trumpfschieben:
Der Kartengeber und der Ansager wechseln nach jeder Runde im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler. Nach der ersten Spielrunde übernimmt der erste Spieler, der das Weli hatte, das Mischeln und ausgeben der Karten, der Spieler zu seiner Rechten hebt die Karten ab oder klopft, und der Spieler zu seiner Linken startet die nächste Runde und bestimmt die Trumpffarbe.
Ab jetzt können neben den Trumpffarben auch Bock, Gaiß oder Slalom gewählt werden. Ist der Ansager unsicher, darf er die Entscheidung über den Trumpf an seinen Mitspieler weitergeben, also "schieben". Dennoch bleibt es dem ursprünglichen Ansager, welche die Entscheidung von sich geschoben hat, vorbehalten, die erste Karte auszuspielen. (Im Vorfeld kann entschieden werden, ob man mit oder ohne Schieben spielt.)
Punktezählen
Jeder Spieler zählt seine eigenen Stiche, aber einer ist für das Aufschreiben der Gesamtpunkte zuständig. Dafür braucht man nur Papier und einen Stift. Beim Kreuzjass zählt nur das Team mit den wenigeren Stichen seine Punkte. Die Punkte des anderen Teams werden dann einfach ermittelt, indem man ihre Stiche von der Gesamtsumme (157) abzieht.
Ein Weis wird am besten direkt nach der ersten Runde notiert, damit er nicht vergessen wird.
Matsch und gegnerische Weis-Punkte
Wenn ein Team oder Spieler alle neun Stiche macht, nennt man das einen Matsch. Dafür gibt es 100 Extra-Punkte, also insgesamt 257 Punkte. Hat das Team ohne Stiche vorher Weis-Punkte bekommen, müssen diese nachträglich gestrichen werden.